Wenn die Nacht zum Tag wird

Hey, mein Name ist Jonas Süß und ich bin Auszubildender bei der Raiffeisenbank im Naabtal e.G. Ich berichte euch heute über den zunehmenden Vandalismus in den Banken.

Aber zuerst, was ist Vandalismus überhaupt?

Kurz zusammengefasst ist Vandalismus in der Kriminologie eine vorsätzliche Handlung, die meist eine Zerstörung oder Beschädigung einer privaten oder öffentlichen Sache (Sachbeschädigung) bis hin zu Körperverletzung oder Tierquälerei zur Folge hat.

Vandalismus in Banken nimmt immer mehr zu. Bei uns in der Raiffeisenbank im Naabtal kommt es schon mal vor, dass sich Diskothekenbesucher immer öfter vor oder in unseren Filialen erleichtern. Die Wände werden verschmutzt oder Überweisungsträger mit lustigen Sprüchen und Scherzbeträgen ausgefüllt. Doch aufgeräumt wird das meistens nicht von den Verursachern.

In vielen Großstädten werden die Türen der Banken um 22 Uhr geschlossen und es ist nicht mehr möglich Geld abzuholen, Post abzugeben, Kontoauszüge abzuholen usw…

Durch die Schließungen sollen ungebetene Gäste daran gehindert werden, sich nachts in den Vorräumen niederzulassen und Verschmutzungen zu hinterlassen – zudem wollen die Banken Vandalismusschäden eindämmen.

Immer mehr Kunden hatten sich über die stark verschmutzten Räume und üblen Gerüche am nächsten Morgen beschwert. Doch die Schließungen bedeuten für Kunden zunächst einmal, vor verschlossener Tür zu stehen. Viele Leute finden es nachvollziehbar, dass die Banken nicht jeden Morgen aufs Neue die Reste von Trinkgelagen und Exkremente wegmachen wollen.

Wiederum werden sich einige denken: Warum nicht die Automaten nach außen verlagern?

Die Banken signalisieren jedoch, dass eine Verlagerung von Automaten nach draußen zu kostspielig ist. Zudem spielen Sicherheitsaspekte eine Rolle. Außerdem würden die Automaten bei schlechtem Wetter sehr schnell kaputt gehen – somit ist das auch keine Lösung.

Bei uns in der Raiffeisenbank im Naabtal gibt es auch öfters Fälle von Sachbeschädigungen, wobei es noch lange nicht solche Ausmaße hat wie in Großstädten. Dort kann es gerne mal vorkommen, dass Fensterscheiben eingeschlagen und Leute belästigt werden. Und das will niemand der nachts nur noch schnell Geld abholen will.

Jetzt stellt sich noch eine Frage: Was kann jeder Einzelne dagegen tun?

Die Polizei hat dafür 6 hilfreiche Tipps zusammengestellt:

  • Schauen Sie nicht weg, wenn Sie beobachten, dass jemand öffentliche Einrichtungen oder Privateigentum beschädigt. Erstatten Sie Anzeige.
  • Greifen Sie keinesfalls selbst ein! Gewalt gegen Sachen kann leicht auch zu Gewalt gegen Personen eskalieren - zumal dann, wenn Alkohol im Spiel ist oder wenn eine Gruppe von Tätern auftritt.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über den Wert und Nutzen öffentlicher Einrichtungen. Machen Sie ihm klar, dass jede Beschädigung von uns allen bezahlt werden muss.
  • Seien Sie Vorbild dabei, wie mit öffentlichem und privatem Eigentum umgegangen werden sollte.
  • Wenn Sie Zeuge von Vandalismus werden, geben Sie der Polizei möglichst genaue Hinweise zur Tatzeit, zum Tatort, zu den Tätern und zu eventuell benutzten Fahrzeugen.
  • Melden Sie umgehend Vandalismusschäden, von denen eine Gefahr für die Mitbürger ausgehen kann.

(Quelle: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/jugendkriminalitaet/taeter-von-vandalismus/tipps.html)

Natürlich kann der Vandalismus dadurch nicht vollständig vermieden werden, aber jeder Einzelne kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, ihn zu reduzieren.

In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif !

Euer Jonas aus der Geschäftsstelle Nabburg :)